GREGOR PESCHKO

WORKS       CV     CONTACT      IMPRINT

EINGANG / ENTRANCE

installation

2018

 

Ausgehend vom Prozess wuchernder medialer Zweitverwertungen von Ausstellungen in sozialen Netzwerken auf Instagram und Youtube untersucht die Installation „EINGANG/ENTRANCE“ das Verhältnis des Museums zu seinem Erscheinungsbild und erprobt einen imaginären Raum zwischen der Institution und ihrer Corporate Identity. In der Ausstellung konkurriert die ursprüngliche Leitstruktur des Museums mit der es überlagernden Simulation, in der das Museum auf seine Oberfläche reduziert wird. Das Eingangsportal des Raumes ist geöffnet und der Ausstellungstitel auf dem riesigen Werbebanner an der Außenfassade kündigt es vermeintlich als offiziellen Eingang zum Museum an. Als deklarierter Eingangsbereich verhält sich die Ausstellung in der Zündkerzenhalle wie eine Spiegelung zum eigentlichen Eingang im Foyer, wirkt aber gleichzeitig, einer tatsächlichen Funktion enthoben, eher wie ein Bühnenbild oder Filmset. Die Simulation schwebt in einer gewissen Lethargie, zwischen Nutzlosigkeit und möglicher Aktivierung, zwischen Stillstellen und einer potenziellen Bespielung und Medialisierung als Set. Eine Arbeit, die sich mit den Aufmerksamkeitsökonomien auseinandersetzt, mit denen das Museum als Plattform für Sichtbarkeit und Öffentlichkeit eigene Funktionsweisen und Blickregimes erzeugt.

 

 

Photo: dotgain